Der Struwwelpeter: Lustige Geschichten und drollige Bilder für Kinder von 3 bis 6 Jahren


 
Pädagogisch nicht wertvoll? Fehlanzeige!
• • • • •   (bewertet mit 5 von 5 Punkten)

Mir hat das Buch nicht geschadet! Ich fands damals schon richtig toll!
Klar, wirkten die Bilder und Texte sehr abschreckend und auch ich habe es als gausam empfunden.


Aber: Es hat einfach Faszination ausgelöst!

Es war spannend, und ich weiß, dass mir als Kind damit schon positive(!) Grundsteine der Erziehung gelegt wurden. Ich esse immer gut, ich hab noch nie an den Daumen gelutscht, gekippelt sowieso nicht, mit dem Feuer gespielt usw.. . Und ich habe das nicht deswegen befolgt, weil ich ANGST hatte, sondern weil ich es irgendwo eingesehen habe, dass diese nunmal Dinge nicht gut sind! Meine Eltern haben MIT MIR das Buch durchgenommen. Zudem realisiert man manche Dinge, die in dem Buch geschehen als Kind noch gar nicht so (ähnlich wie bei den Märchen).
Und es ist immer wieder lustig mit anzusehen, dass Viele hier auf die Darstellung der veralteten "Rohrstockmethode" rumhauen. Mein Gott, als ob ein Kind das gleich als Vorbild nimmt! Dadurch, dass die Eltern im Buch nicht selbst zuschlagen hat es auch irgendwo keinen wirklichen Vorbildcharakter. Es zeigt doch einfach nur: Was du nicht willst was man dir tu, das füg auch keinem andern zu" Oder "wie es in den Wald hinein schallt, schallt es auch wieder raus". Das hat insgesamt überhaupt nichts mit Gewaltverherrlichung zu tun, so wie es hier oft angeprangert wird. Es ist numal auch heute so: Ärgerst du nen Jemanden, muss man mit Konsequenzen rechnen. Fertig. Da hilft auch kein Lillyfee Blümchengehabe.
Wenn Eltern sich MIT dem Kind und das Buch beschäftigen, kann man es doch während des Behandelns der Geschichte aufklären, dass Gewalt allgemein nicht gut ist und dadurch nur neue Gewalt entsteht(psychisch wie physisch)!

Und was bitte ist so dermaßen unkorrekt an der Sache mit dem Nikolaus und dem "Mohr"? Diese Geschichte zeigt doch gerade, dass man Menschen nicht verurteilt, nur weil sie anders als man selbst aussehen. Ich finde das für diese Zeit sehr fortschrittlich, aber nein, man muss es ja wieder anders intepretieren... "Mohr" war damals nunmal die Bezeichnung eines Schwarzen/Farbigen, die je nach Mensch auch unterschiedlich interpretiert wurde, positiv wie negativ. Mensch, immer dieses Geheuchle hier.....

Also ich weiß nicht, wenn ich merke, dass das gar nichts für mein Kind ist und es damit nicht klar kommt, dann ist es doch gut und ich muss ihm das Buch nicht vor die Nase halten, aber wenn das Kind es positiv verarbeiten kann, warum nicht??? Man muss das individuell entscheiden.

Außerdem....ein charakterstarkes Kind hat keine Angst vor dem Struwwelpeter. Mal nachdenken und im Grundstein anfangen. ;)
Diese Buch ist kein Kinderbuch, es ist ein Familienbuch.
Anschaulich und für jedermann.

Meine Rezension mag sehr drastisch klingen, aber ich kann diese verweichlichten Rezensionen hier einfach nicht mehr ertragen. Der Struwwelpeter ist wirklich ein ganz großartiges Buch, was man schon allein an der Polarisierung feststellen kann.
Eine Rezension von Sush >
vom 1. Juni 2009
Kundenrezensionen:
41. Daumen ab!
40. Ein Kultbuch, das polarisiert
39. Schlechte Qualität
38. Pädagogisch nicht wertvoll? Fehlanzeige! (die aktuell angezeigte Rezension)
37. Struwwelpeter
36. Lustige Geschichten, drollige Bilder
35. " Ihr Kinder, hört mir zu,/ Und lasst den Mohren hübsch in Ruh!/ Was kann denn dieser Mohr dafür,/
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